Sven Palmquist war seit den 1930er Jahren bis 1972 als Designer für Orrefors tätig. Im Bereich der Graal-Arbeiten prägte er zwei berühmte Serien. Die „Ravenna“-Gläser sind durch byzantinische Mosaiken inspiriert, die Palmquist in der Nachkriegszeit bei einer Italienreise gesehen hatte. Ravenna ist ein Zentrum der Mosaikkunst, deren Erzeugnisse die frühchristlichen Kirchen der Stadt schmücken. Bei Palmquists Gläsern ist eine blau überfangene farblose Glasscheibe mit einer Schablone abgeklebt und gesandstrahlt. An den nicht abgedeckten Partien ist so die blaue Farbschicht entfernt. Die entstandenen Vertiefungen sind mit rot-braunem Glaspulver gefüllt, das mit dem Auftempern verschmilzt. Die Platte ist dann mit der Glasmacherpfeife aufgenommen und zumeist zu einer Schale geformt.
- Jahr
- 1961, Entwurf 1948, produziert bis 1981
- Technik/Material
- „Ravenna-Technik“: farblose Glasplatte, mit blauem Glas überzogen, gesandstrahlt, die Vertiefungen mit rot-braunem Glaspulver gefüllt, erwärmt, mit einer farblosen Glasblase aufgenommen, ausgeblasen und frei geformt
- Größe
- H 10,7 B 26,2 T 16,5 cm
- Signatur
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Am Boden Diamantriss
„ORREFORS, Ravenna Nr. 1849, Sven Palmquist“ - Inv.-Nr.
- 04/0067