Ohne Titel
Jahr
1990
Technik/Material
Formgeschmolzenes Glas, in die Form eingelegte farbige Flachglasscheiben, partiell sandgestrahlt, geschliffen und poliert, Spannungsrisse
Größe
H 42,5 B 23,8 T 6 cm
Signatur
Am unteren Rand Vibrogravur
„Colin Reid 1990 R 424 [oder 44?]“
Inv.-Nr.
14/0135

Ohne Titel

Künstler:
Colin Reid
Land:
England

Schnell verliert sich die potentielle Behälterfunktion der ersten formgeschmozenen Arbeiten von Colin Reid und der skulpturale Charakter überwiegt immer mehr. Damit konnte die horizontale Trennung der zwei Elemente in die Vertikale überführt werden. Bögen werden nun zu einem Thema, gebrochen in zwei Hälften, die im Raum angeordnet aufeinander bezogen sind. Weitere neu aufkommende Formen sind Spiralen, Labyrinthe, Wellen, Kreuze und Doppelkreuze: Vorder- und Rückseite sind plangeschliffen und für den Einblick poliert während die Schmalseiten die eingefärbten und mattierten irregulären Formen von Baumrinden und Felsoberflächen tragen. Die Arbeiten sind Sinnbilder der Natur und werden darüber hinaus zunehmend zu abstrakten Zeichen von „eigentümlich kultischem, amulettartigem Charakter“, wie Rüdiger Joppien schrieb, denen sich Betrachter nur schwer entziehen könnten. Die Galeristin Ruth Summers meint: „Sie haben die Kraft, uns in sich hineinzuziehen.“