Ohne Titel
Jahr
1987
Technik/Material
Farblose und schwarz-violette Glasscheiben, Gummi, Silikon, Holz, teilweise bemalt, schwarzer Holzsockel
Größe
H 134,5 B 65 T 25,5 cm (mit Sockel)
Signatur
An einer Außenseite rechts oben Vibrigravur „Bert van Loo 87“
Inv.-Nr.
14/0162

Ohne Titel

Künstler:
Bert van Loo
Land:
Niederlande

Mit der Zeit wurden die Arbeiten von Bert van Loo abstrakter und entwickelten sich in den 1980er Jahren zu Materialkollagen: Blei, Stein, Holz, Farbaufträge, Neonlicht und anderes traten vermehrt zum Glas hinzu. Die Themen verlagerten sich zunehmend auf Natur- und Landschaftseindrücke wie Berg, Wasser oder Horizont. Nun waren es aber nicht mehr allein die Formen, mit denen van Loo ein Thema entwickelte, sondern er ging ähnlich wie z.B. Josef Beuys (1921-1986) dazu über, auch die Aussagekraft von Materialeigenschaften dafür zu nutzen: hart – weich, dunkel – hell, kalt – warm, etc.. Er suchte nach unerwarteten Materialkombinationen, um neue Bedeutungsebenen zu finden. Die Resultate sind „konkret, aber gleichzeitig rätselhaft“, wie van Loo seine Arbeiten selber sah. Dem Betrachter gibt er nach Paul Knolle so „die Möglichkeit zu Assoziationen. Dadurch werden seine Arbeiten poetisch.“ Auch er selbst wunderte sich durchaus über seine Skulpturen. Den Schaffensprozess sah er als die Suche einer persönlichen Balance bei der Fragen entstehen, auf die er selber keine direkte Antworten wisse. Im Gegenteil: Es sind Bildwerke, durch die neue Fragen entstehen. Eine Skulptur ist für ihn „ein Vehikel des persönlichen Mythos, handelnd von irdischer Gebundenheit und geistiger Freiheit“. „Es ist nicht meine Absicht, Fragen zu beantworten, sondern sie hervorzurufen.“